| Das Denkmal wurde errichtet zur Erinnerung an die Schlacht bei Altenesch im Jahre 1234. Der Abwehrkampf unter Bolko von Bardenfleth, Thammo von Huntorp und Detmar tom Dieke gegen die übermächtigen Kreuzfahrerheere des Erzbischofs Gerhard II. mit seinen Verbündeten forderte auf beiden Seiten viele Tote; die Stedinger wurden vernichtend geschlagen. Heute erinnert das 600 Jahre nach der Schlacht auf dem Veithügel in Altenesch errichtete St. Veit - Denkmal an den Kampf. |
|
Die Schlacht bei Altenesch war keine gewöhnliche Schlacht. Der Erzbischof von Bremen, Gerhard der 2. hatte Kreuzzug gegen die Stedinger aufgerufen. Die Stedinger, ein Volk das sich unter widrigen Umständen ein gewisses Maß an Wohlstand und Selbstständigkeit erworben hatte und das keineswegs heidnisch war. Die Stedinger waren Christen. Sie wollten sich nur nicht dem Bischof unterwerfen, beziehungsweise gerieten ungewollt zwischen die Fronten um die Macht in Bremen. Und gegen diese Christen - und ich sage hier ganz bewußt Christen - führte Gerhard der 2. einen Kreuzzug. Man wird Gerhard, dem 2. wohl keinen Schwachsinn unterstellen können. Sicherlich wußte auch er, daß die Stedinger keine Ketzer waren. Er wußte sich nur keinen anderen Rat, um Truppen zusammenzuziehen, als den Kreuzzug zu führen. Denn aus eigener Kraft hatte er keine Chance. Das hatte er schmerzlich in den Jahren vor der Schlacht erfahren müßen. Dieser Kreuzzug war wohl der einzige, der im Abendland geführt wurde. Und er war ungerecht und verlogen, denn er bezichtigte die Stedinger der Ketzerei. Auch war die Schlacht unfair, weil die Stedinger gegen die Übermacht des Kreuzfahrerheeres keine Chance hatten. Alleine die Bremer hätten nichts ausrichten können. Das Ergebnis der Schlacht war für die Stedinger vernichtend. Und dennoch ist es bis zum heutigen Tag nicht gelungen das den Stedingern wiederfahrene Unrecht aus den Köpfen der Bewohner des Stedingerlandes zu verdrängen, wie wir jedes Jahr hier am Denkmal mit unserer Gedenkfeier dokumentieren. |

